Kulturhäuser Berlins setzen Zeichen mit LGBTQ-Bänken
27.10.2026
Mit Regenbogenbänken wollen mehrere Berliner Kulturinstitutionen ihre Solidarität mit der queeren Community bekunden. Den Auftakt machte am 27. Oktober 2026 das Berliner Ensemble. In den kommenden Wochen sollen auch das Deutsche Theater, der Friedrichstadt-Palast, die Staatsoper Unter den Linden und weitere Bühnen Regenbogenbänke aufstellen oder bestehende Sitzbänke entsprechend gestalten. Anlass ist die wiederholte Beschädigung einer Regenbogenbank im Berliner Tiergarten, die an die Opfer des Anschlags auf den Christopher Street Day am 25. Juli erinnern soll. Damals war ein Mann mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gefahren und hatte anschließend weitere Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen. Eine Frau kam ums Leben, 31 Menschen wurden verletzt. Die Sicherheitsbehörden gingen von einem islamistischen Motiv aus. Die im August errichtete Gedenkstätte mit Regenbogenbank und Baum wurde seither mehrfach beschädigt und teilweise zerstört. Mit den zusätzlichen Bänken wollen die Kulturhäuser ein sichtbares Zeichen gegen Queerfeindlichkeit und für ein friedliches Zusammenleben setzen.