OECD hat trotz PISA-Debakel auch Lob für Deutschland
29.9.2026
Der neue OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2026" zeigt für Deutschland ein differenziertes Bild: Immerhin 86 Prozent der 25- bis 64-Jährigen verfügen dort über zumindest einen Abschluss der Sekundarstufe II, bei den MINT-Abschlüssen liegt Deutschland mit 34 Prozent international sogar an der Spitze. Auch in die berufliche Bildung fließen mit rund 27.880 US-Dollar pro Schüler*in deutlich mehr Mittel als im OECD-Schnitt. Allerdings haben nur 41 Prozent der 25- bis 34-Jährigen einen Hochschul- oder höheren Berufsabschluss, gegenüber 47 Prozent im OECD-Schnitt. Elf Prozent der 18- bis 24-Jährigen sind weder beschäftigt noch in Ausbildung. Die Bildungsausgaben entsprechen 4,4 Prozent des BIP und liegen damit unter dem OECD-Schnitt von 4,7 Prozent. In der Anfang September veröffentlichten PISA-Studie erzielten die deutschen Fünfzehnjährigen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften ihre bisher niedrigsten Ergebnisse. Seit 2015 ist der Anteil der leistungsschwachen Schüler*innen deutlich gestiegen.